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Vor dem Anfang…

…mit Figuren- und Relief-Schnitzerei steht meistens der Kerbschnitt in allen möglichen Varianten. Im Eigenversuch und bei einem sehr guten Dozenten an der Augsburger VHS habe ich die ersten "Gehversuche" in Sachen Holz unternommen.

Ich war begeistert, was sich alles erstellen lässt damit und wie schon angesprochen die unendlichen Mustervarianten. Wobei leider nicht alles so wunderbar und leicht gelingt, wie auf dem Holz entworfen.

Verschiedene Hölzer ergeben bekanntlich unterschiedliche Ergebnisse.
So habe ich von einem Italienurlaub einige Stücke Zirbelholz mitgebracht, das mit dem Schnitt in Lindenholz, dem Haupt- und Hof-Schnitzholz, nicht vergleichbar ist. Es ist butterweich und jeder Schnitt sitzt wie eine Eins. Einziges Manko sind die vielen Äste, ergo muss man sich Stücke aussuchen, die relativ astfrei und somit problemlos zu beschnitzen sind. Darüber hinaus duftet es ungemein harzig und das noch nach Jahren.

Lindenholz ist von der Maserung wesentlich feiner und hat eine fast makellose Oberfläche. Aber ein großes Problem ist der Feuchtigkeitsgrad des Holzes. Zu feucht ist schlecht und zu trocken noch mehr, denn dann wird es bockig, fängt zu splittern an - das sieht bei filigranen Arbeiten absolut nicht schön aus.

Hier die "Einsteigerplatte" von der VHS, die ganz schön heftig war für einen Anfänger:

Die letzte Arbeit, die ich allerdings vor über 15 Jahren begonnen hatte, ist dieser Pferdekopf, den ich aus der Phantasie gefertigt habe. Daneben ein paar Pferdebilder aus Zeitschriften um die Anatomie nicht ganz aus dem Ruder laufen zu lassen.
Es sollte bei einer Höhe von ca. 30 Zentimeter, entweder ein Prototyp für ein Steckenpferd oder eine Ehrenscheibe mit Beschriftung werden. Vermutlich wird es, wie bei so vielen anderen Dingen, beim Werden bleiben und keine Serienfertigung geben.
Ich musste bei der Gelegenheit feststellen, dass auch Zirbelholz "Untermieter" beherbergen kann. Zwei relativ frische und noch lebendige Exemplare habe ich aus den Löchern gezogen. Zu sehen ist der angemorschte Teil, der diagonal durch den Kopf verläuft.

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